Felix Zimmermann

Felix Zimmermann

* 25.08.1933 in München
† 07.02.2014 in München
Erstellt von Online Redaktion
Angelegt am 11.02.2014
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Über den Trauerfall (2)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Felix Zimmermann, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Felix Zimmermann

11.02.2014 um 08:49 Uhr von Online
Foto Felix Zimmermann für Felix Zimmermann

Alt-OB Felix Zimmermann ist tot: Abschied von einem großen Trierer

11.02.2014 um 08:43 Uhr von Online

Er hat nur ein Viertel seiner Lebenszeit in Trier gelebt, aber es sei „mit die schönste Zeit“ gewesen, sagte Felix Zimmermann 2013, als er 80 wurde. Der Wunsch, die alte Wahlheimat wiederzusehen, erfüllte sich. Er starb am vergangenen Freitag – und wird als großer Trierer in Erinnerung bleiben.

Sein letzter Arbeitstag im Rathaus am Augustinerhof liegt ein Vierteljahrhundert zurück. Doch von Felix Zimmermann spricht Trier immer noch. So Anfang Januar, als Bob Bolen, früherer Bürgermeister von Fort Worth starb. Mit ihm hatte Zimmermann 1988 die trierisch-texanische Städtepartnerschaft ins Leben gerufen.

Der CDU-Mann war auch Thema beim Ordensfest der KG Wieweler am 2. Februar, schließlich hatten die Karnevalisten ihn 1984 als erstes Stadtoberhaupt mit ihrem begehrten „Orden gegen den Trierischen Ernst“ ausgezeichnet. Und am vergangenen Freitag auch bei der Weinprobe der Bischöflichen Weingüter zugunsten der Nachwuchsarbeit der Stadtgarde Augusta Treverorum, die ihren Gönner ehrenhalber in den Generalstand berufen hatten.

Was zu diesem Zeitpunkt niemand in Trier wusste: Zimmermann lebte nicht mehr. Er war am späten Freitagnachmittag in einem Kasseler Krankenhaus gestorben. „Er ist friedlich eingeschlafen, mit sich, seiner Familie und der Welt im Reinen“, berichtet sein Sohn Stefan Zimmermann (54) im Gespräch mit dem TV.

Der in München lebende Theaterleiter und Produzent hatte, „einer inneren Eingebung“ folgend, seinen Vater Ende Januar spontan in Kassel im Krankenhaus besucht. „Ich konnte nicht ahnen, dass es unsere letzte Begegnung sein würde. Er war wie immer geistig topfit und körperlich in einer den Umständen guten Verfassung. Er freute sich darauf, bald wieder in seine Wohnung in der Seniorenresidenz Augustinum zurückkehren zu können.“ Beim letzten Telefonat am vergangenen Donnerstag habe Felix Zimmermann seinem Sohn „bester Laune berichtet, dass die Blutwerte fast wieder im ,grünen Bereich’ seien“.

Highlight: 2000-Jahr-Feier

In Trier ist Felix Zimmermann schon lange eine Legende. Der von seiner Partei aus Augsburg zurückgeholte und zum Rathaus-Chef gekürte frühere Stadtwerkedirektor und Schwiegersohn des renommierten Trierer Architekten Alfons Leitl erfüllte die großen Erwartungen. Der Schöngeist mit künstlerischer Ader und ausgeprägtem Faible für kulinarische Freuden war der richtige Typus Politiker, den Trier damals brauchte.

Trotz seiner barocken Erscheiung immer ein Stückchen über den (Verwaltungs-) Dingen schwebend, ein weltmännischer Repräsentant, eine Identifikationsfigur, die Deutschlands älteste Stadt zur 2000-Jahr-Feier 1984 bestens repräsentierte.

In einem Interview mit dem TV zum 80. Geburtstag bedauerte Felix Zimmermann, Trier 1989 verlassen zu haben. Sein letzter Besuch in der alten Wahlheimat war im Oktober 2012. Er verband die Teilnahme am Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Trier-Weimar mit der Vorstellung seiner augenzwinkernden Memoiren „Ein OB tischt auf“ (Verlag Michael Weyand).

Obwohl schon damals wegen seiner „diversen Zipperlein“ (Zimmermann) auf den Rollator angewiesen versprach er, wiederzukommen ins „schöne Trier, wo ich noch viele Freunde habe“. Der Geist war willig, der Körper schaffte es nicht mehr.

Mit seine Familie, zu der auch vier Enkel im Alter zwischen 24 und 29 Jahren – je zwei Kinder seines Sohnes und seiner 2011 gestorbenen Tochter – und ein anderthalbjähriger Urenkel gehören, werden viele Trierer trauern. Die Beisetzung wird in Kassel sein. Der Termin stand am Wochenende noch nicht fest.

In Trier wird bald ein Straße nach Felix Zimmermann benannt – so wie es Usus bei verstorbenen ehemaligen Stadtoberhäuptern ist.  (volksfreund.de vom 9. Februar 2014)